Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 13.02.2019

Von Auskünften bis zu sozialem Beistand

Von Caritas und Diakonie getragene Bahnhofsmission half 2018 über 5.600 Menschen

Über 5.600 Menschen hat die Ingolstädter Bahnhofsmission im vergangenen Jahr geholfen, dabei wurden mehr als 8.500 Hilfen geleistet. Nach dem Jahresbericht 2018 dieser ökumenischen Einrichtung – deren Träger die Caritas-Kreisstelle und das Diakonische Werk Ingolstadt sind – waren über 750 Hilfesuchende unter 18 Jahre alt und mehr als 1.300 über 65.

Der größte Anteil an den Hilfen waren laut dem Bericht Gespräche mit Reisenden und Besuchern der Bahnhofsmission. Hier wurden weit über 5.300 Leistungen dokumentiert. „Diese Gespräche reichten von einfachen Auskünften zu Reisezielen bis zu solchen, bei denen Menschen bei uns ihr Herz über persönliche Nöte ausschütteten, zum Beispiel Geld-, Arbeits- oder Familienprobleme“, informiert Heike Bergmann, eine der beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen auf Nachfrage. Fast 400 Mal   kamen der Jahresstatistik zufolge Menschen in die Räume der Bahnhofsmission, wo sie meistens unbürokratische Hilfe sowie eine kleine Brotzeit und ein Getränk erhielten. Bernhard Gruber, zuständiger Vertreter für die Bahnhofsmission bei der Caritas-Kreisstelle Ingolstadt, erinnert sich zum Beispiel an die Hilfe für eine deprimierte Frau mit eingebundenem Arm, als er an einem Nachmittag selbst vor Ort war: „ Sie sprach schlecht deutsch . Wir fanden heraus, dass sie aus dem Krankenhaus entlassen worden war und nun nach Erfurt zurückfahren wollte, aber nur noch 50 Euro hatte . Daher bezahlten wir ihr den Rest für die Bahnfahrkarte aus Spendenmitteln und gaben ihr auch noch etwas zum Essen. So konnte die Frau noch am selben Tag fahren.“

Vielfach wurden auch im vergangenen Jahr Hilfen direkt am Gleis geleistet: „Das betraf vor allem ältere Personen und Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, denen wir mit dem Gepäck halfen und die wir zu einem anderen Gleis oder zum Busbahnhof begleiteten“, so Bianca Stieglmeier . Sie und Frau Bergmann leiten mit insgesamt 13 Wochenstunden die Bahnhofsmission Ingolstadt. Die beiden Damen organisieren unter anderem die Dienste, Treffen, Fortbildungen sowie öffentliche Veranstaltungen und sind Ansprechpartnerinnen für Träger, Ehrenamtliche sowie alle interessierten Menschen. Zudem halten sie Vorträge über ihre ‚Arbeit. 2018 taten sie dies unter anderem bei der Stiftung Bahn-Sozialwerk und bei der Seniorengemeinschaft „Aktive Menschen im Ruhestand“ (AMIR). Neben Eigenmitteln der Caritas und Diakonie werden die Stellen der beiden Hauptamtlichen auch durch einen Zuschuss der Stadt Ingolstadt finanziert.

„Die Arbeit der Ehrenamtlichen gewährleistet den Betrieb der Bahnhofsmission Ingolstadt. Ohne sie und ihr Engagement wäre die Arbeit nicht möglich“, wird grundsätzlich in dem Jahresbericht klargestellt. Insgesamt 17 freiwillige Helferinnen und Helfer waren laut dem Bericht Ende 2018 mindestens zwei bis dreimal im Monat jeweils vier Stunden am Tag im Einsatz. Um für Ihre Alltagshilfen gerüstet zu sein, beteiligten sich viele an einer Fortbildung in „Gesprächsführung“. Ferner nahmen mehrere an einem Vortrag mit Führung zu Wohnungslosigkeit bei der Straßenambulanz Ingolstadt teil: eine Problematik, mit der auch die Ehrenamtlichen am Bahnhof immer wieder konfrontiert werden. Da auch Depressionen und andere psychische Erkrankungen bei mehreren Hilfesuchenden bei der Bahnhofsmission eine Rolle spielen, besuchte eine Engagierte gemeinsam mit Leiterin Bianca Stieglmeier auch ein Seminar dazu.  

Die Bahnhofsmission ist von Montag bis Freitag täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr besetzt, Kontakt:

Bahnhofsmission Ingolstadt, Am Bahnsteig 1, Bahnhofstraße 8, 85051 Ingolstadt.
Telefon: 0841/72340, E-Mail:
bahnhofsmission@caritas-ingolstadt.de

Internet: www.bahnhofsmission-ingolstadt.de .

 

Weitere Infos zu diesen Themen: