Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 22.06.2010

Schüler-Projektwoche "Fit und gesund" gefördert

2.000 Euro der Caritasstiftung für Sonderpädagogisches Förderzentrum in Schwabach

Die Caritas-Jugendsozialarbeit am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Schwabach hat aus Mitteln der Caritasstiftung Eichstätt für das Projekt „Fit und gesund! – Präventionsprojekt zum Thema Ernährung“ 2.000 Euro erhalten. Mit der Unterstützung wird der Großteil der Kosten für eine fünfte Schulklasse für eine Woche im Selbstversorgerhaus des Kreisjugendrings im mittelfränkischen Markt Bibart vom 28. Juni bis 2. Juli finanziert. Der Geschäftsführer der Caritasstiftung Eichstätt, Dr. Thomas Echtler, überreichte heute (22.6.) bei einem Besuch in der Einrichtung der für die Caritas-Jugendsozialarbeit an der Schule zuständigen Sozialpädagogin Laura Caramagno und Klassenlehrerin Stefanie Beyer einen symbolischen Scheck. Diese hatten für das Treffen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Obstsalat gemacht, um schon einmal einen Vorgeschmack auf ihr Projekt in der kommenden Woche zu geben.

„Viele Kinder kommen ohne Pausenbrot in die Schule. Viele Eltern haben auch nicht die Zeit, zu Hause zu kochen. Dafür wollen wir Kompetenzen vermitteln: zum selbst Essen kochen, selbst einkaufen und dabei auf gesunde Ernährung zu achten“, erläuterte Laura Caramagno das Anliegen. Dafür sei es freilich unerlässlich, so Lehrerin Stefanie Beyer, auch das Wissen über Ernährung zu fördern: „Was ist wirklich gesund? Was sieht nur gesund aus? Was wird heute so produziert, was die Leute anlockt, aber was nicht viel bringt? Wir wollen zu den ganz natürlichen Lebensmitteln zurück, zur Natur und wo man auch im Wald Essbares findet.“ Gemeinsam mit einer Praktikantin des Kreisjugendrings im Freiwilligen Ökologischen Jahr wird die Klasse auch einen Ausflug nach Bad Windsheim ins Freilichtmuseum unternehmen, um dort die Ursprünge und Veränderungen der Landwirtschaft zu erkunden.

Der Rektor des Sonderpädagogischen Förderzentrums, Christian Daumenlang, betonte den sozialen Aspekt des gemeinsamen Essens der Schülerinnen und Schüler in der Woche: „Bei einem guten ausgewogenen Essen, das man in einer Gemeinschaft zu sich nimmt, vermitteln wir auch im Unterbewusstsein Dinge, die oftmals aus vielerlei Gründen nicht mehr so gegeben sind. Und wir hoffen, dass dieses emotionale Gefühl, sich auch ein Stück weit festsetzt, damit dann vielleicht später in den neu zu gründenden  Familien auch einmal ein gemeinsames Essen als Wert empfunden wird.“ Laura Caramagno und Stefanie Beyer erhoffen sich neben einer Sensibilisierung der Kinder für gesunde Ernährung auch, dass durch die Workshops und anderen Aktivitäten wie Sozialtrainings, Teamübungen und Spiele in der Projektwoche die Klassengemeinschaft gestärkt wird. Die Ergebnisse sollen später auf Plakaten im Schulgebäude präsentiert werden.

Der zwölfjährige Alex, eines von den elf Kindern der fünften Klasse, freut sich „am meisten auf das Nachtwandern“. Doch auch vom selbst Brot und Pizza backen sowie Obstsalat machen verspricht er sich viel Spaß. Und er kann sich auch bereits vorstellen, dies anschließend selbst einmal im Alltag zu tun.

Die Gesamtkosten für die Projektwoche belaufen sich nach Mitteilung der Organisatorinnen auf rund 2.300 Euro: für das Selbstversorgerhaus, Fahrtkosten sowie Ausgaben für Verpflegung, Material für die Workshops und eventuell Honorarkosten für Referenten. Der Großteil der Kosten wird mit 2.000 Euro von der Caritasstiftung gefördert. „Ohne diese Unterstützung wäre das Projekt nicht oder nicht in diesem Umfang möglich“, versicherte Laura Caramagno.  Der Geschäftsführer der Caritasstiftung Eichstätt, Dr. Thomas Echtler, erklärte bei seinem Besuch zu der Förderung: „Für uns war der Antrag sehr überzeugend. Wir haben gesehen, dass es um etwas geht, das sehr praktisch und sofort umsetzbar ist. Und wir haben uns gefreut, dass die Kinder da auch aktiv dabei sind.“ Die Stiftung, so Echtler, wolle Projekte fördern, „die auch übertragbar auf andere Einrichtungen sind und die nachhaltig sind, also auch eine Wirkung haben.“ Die Initiative „Fit und gesund“ in Schwabach ist eines von drei Kinderprojekten im Bistum Eichstätt, die dieses Jahr von der Caritasstiftung Eichstätt gefördert werden.

 

 

Der Geschäftsführer der Caritasstiftung Eichstätt, Dr. Thomas Echtler (Mitte hinten), überreichte bei einem Besuch im Sonderpädagogischen Förderzentrum Schwabach einen symbolischen Scheck in Höhe von 2.000 Euro. Mit der Unterstützung wird der Großteil der Kosten für eine fünfte Schulklasse für eine Woche im Selbstversorgerhaus des Kreisjugendrings im mittelfränkischen Markt Bibart finanziert. Die Schülerinnen und Schüler hatten für das Treffen Obstsalat gemacht, um schon einmal einen Vorgeschmack auf ihre Projektwoche zu geben. Foto: Caritas/Esser

 

 

 

 

Weitere Infos zu diesen Themen: