„Demenz ist ein aktuelles
Thema, das immer stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung kommt, und es kann
letztlich jeden einmal betreffen.“ Mit diesen Worten begründete der
Hilpoltsteiner Bürgermeister Markus Mahl unter anderem, warum die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilpoltsteiner Stadtverwaltung sich
entschieden hätten, die Einnahmen aus der letzten Weihnachtstombola den
Betreuungsgruppen der Caritas-Sozialstation Hilpoltstein
zugutekommen
zu lassen. Gemeinsam mit Personalratsmitglied Christine
Wardl
übergab Mahl gestern (7.4.) in der Caritas-Begegnungsstätte dem Geschäftsführer
der Sozialstation, Joachim
Denner
,
Pflegedienstleiterin Eva Maria
Kerling
und einigen
alten Menschen in einer Betreuungsgruppe einen Scheck in Höhe von 550 Euro für
die Arbeit in diesen Gruppen. Die Einnahmen stammten aus Versteigerungen von
Geschenken im letzten
Jahr an die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung bei der Tombola. „Nachdem
wir in den vergangenen Jahren Kindergärten und die Tafel unterstützt haben,
wollten wir dieses Mal etwas für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger tun“,
erklärte Christine
Wardl
. Bürgermeister Mahl freute
sich zudem, bei dieser Gelegenheit einmal die Arbeit in den
Caritas-Betreuungsgruppen persönlich kennenzulernen.
Derzeit gibt es in der
Caritas-Begegnungsstätte vier Halbtages-Betreuungsgruppen von 9 bis 17 Uhr, in
denen Pflegefachkräfte gemeinsam mit insgesamt sechs Ehrenamtlichen für an
Demenz erkrankte Menschen da sind und so die Angehörigen etwas entlasten. Die
Caritasmitarbeiter bieten den alten Menschen ein vielfältiges Programm: zum
Beispiel mit Singen, Spielen, Gedächtnistraining und Biographiearbeit, bei der
die Besucherinnen und Besucher zum Beispiel über Kindheitserlebnisse erzählen.
Einige bleiben den ganzen Tag. Da die Gruppen mit jeweils zwölf Teilnehmerinnen
und Teilnehmern mittlerweile eine Obergrenze erreicht hätten und es weitere
Interessenten gebe, plant die Sozialstation, in Kürze eine fünfte Gruppe zu
eröffnen. „Wir würden uns freuen, wenn uns dafür weitere Ehrenamtliche sowie
auch geringfügig Beschäftigte unterstützen“, so
Denner
.
Um das Angebot für die alten Menschen zu verbessern, werde es demnächst zudem
in einem neuen größeren Raum in der Begegnungsstätte stattfinden, „das den
Charakter eines Cafés für alte Menschen haben wird“, kündigte er an. Derzeit
treffen sich die Gruppen noch in einem etwas beengten Hobbyraum.
Für
die Teilnahme an den Betreuungsgruppen werden demenzkranke Menschen durch die
Pflegekassen finanziell unterstützt. Falls diese Leistungen nicht ausreichen,
können sie im Einzelfall aus Geldern der die Sozialstation tragenden
Krankenpflegevereine unterstützt werden. Die Sozialstation bietet auch einen
Fahrdienst an, wenn Angehörige die Betroffenen nicht selbst bringen oder
abholen können. Allen Interessierten – alten Menschen sowie interessierten
Helfern – steht die Caritas-Sozialstation täglich von 8.30 bis 17.00 Uhr für
Auskünfte zur Verfügung: Telefon 0 91 74 / 9 77 70.