Eine
Verkaufsaktion von Freundschafts-Armbändern zugunsten der Caritashilfe für die
leidtragenden Menschen in Japan haben zwei junge Männer heute in der
Ingolstädter Fußgängerzone gestartet.
Torsten
Strasser (29), Produktmanager aus
Unterdolling
, und
Markus Grünberger (26), Diplom- Sportmanager aus
Ilmmünster
,
wollen auf diese Weise unter dem Motto "Japan
is
in
our
hearts
"
Solidarität mit den Opfern zeigen und ihnen gleichzeitig materiell helfen. Den
Reinerlös der Verkaufsaktion werden sie dem Caritasverband für die Diözese
Eichstätt spenden. Dieser leitet die Gelder an Caritas international, das
Hilfswerk der deutschen Caritas, für dessen Japanhilfe weiter.
Strasser und Grünberger haben 2.500 PVC-Armbänder produzieren
lassen, auf denen das Motto sowie der rote Punkt der japanischen Flagge in
einem Herz zu sehen sind. Ein Armband kostet 4 Euro. Die Bänder können auf der
Internetseite
www.we-help-japan.com
bestellt werden. Ferner werden sie in rund 15 Geschäften der Region Ingolstadt
verkauft.
„Die Katastrophe in Japan
hat mich aufgrund ihrer dreifachen Dimension Erdbeben –
Tsunami
– atomare Verseuchung besonders erschüttert“, begründete Torsten Strasser bei
der Eröffnung der Freundschaftsaktion das besondere Engagement, das er
gemeinsam mit seinem Freund Markus Grünberger zeigt. Ihr Anliegen sei es, mit
dieser eine andere Zielgruppe zu erreichen als die normalen Spender. Sie
erhoffen sich dadurch einen Erfolg, „dass die Leute, die ein Armband kaufen,
anschließend auch etwas Schönes in der Hand haben und nicht nur einen
Überweisungsträger“, so Strasser. Er hat für die Aktion die Caritas ausgewählt,
„weil ich in der eigenen Familie mit der Caritas im Pflegebereich gute
Erfahrungen gemacht habe“. Nun vertraut der
Unterdollinger
daher darauf, dass auch die Caritas in Japan für die leidtragenden Menschen
eine gute Arbeitet leistet. Caritasdirektor Rainer Brummer lobte die
außergewöhnliche Idee und das Engagement für die Aktion: „Ich habe Respekt vor
dem selbstlosen Einsatz dieser beiden Männer.“
Vom Krisenzentrum der Caritas Japan in Sendai werden nach Informationen
von Caritas international mittlerweile rund 250 hauptamtliche und freiwillige
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter koordiniert. Hilfesuchende erhalten in Notquartieren
im Nordosten des Landes mit Lebensmittel, Trinkwasser und Decken. Das besondere
Augenmerk der Helfer gilt Caritas international zufolge dabei der Unterstützung
von alten und behinderten Menschen, die von der staatlichen Nothilfe nicht oder
nur unzureichend erreicht würden. Zudem habe die Caritas Japan
in dieser Woche mit ersten psychologischen Beratungen
begonnen.