Die Caritas-Herbstsammlung findet vom 24. bis 30. September statt, die dazugehörende Kirchenkollekte an Erntedank am 7. Oktober. Der Caritasverband für die Diözese Eichstätt sammelt unter anderem für Projekte zum Wohl von Babys, psychisch kranken Menschen, von Altersarmut Betroffenen sowie Hilfesuchenden am Bahnhof. Wie bei der Frühjahrssammlung steht auch die Sammlung im Herbst unter dem Motto des diesjährigen 100-jährigen Jubiläums des Verbandes „Ohne Liebe | ist alles nichts.“. Caritasdirektor Franz Mattes schreibt in seinem Sammlungsaufruf: „Nichts sind unsere Gedanken, nichts unsere Worte, erst recht nichts all unser Tun und Handeln, wenn die Liebe fehlt.“ Und er konkretisiert: „Auch die Arbeit der Caritas wäre ohne sie undenkbar, sie wäre gar nicht vorhanden.“
In diesem Zusammenhang dankt der Caritasdirektor aufrichtig allen, „die trotz widriger Umstände wegen des diözesanen Finanzskandals im Frühjahr gesammelt und vor allem großzügig gespendet haben“. Das Ergebnis der Frühjahrssammlung betrug nach Angaben der Caritas rund 331.000 Euro. Das waren knapp 60.000 Euro – und damit gut 15 Prozent – weniger als im Vorjahr. „Wir dürfen jene nicht vergessen, die unserer Hilfe bedürfen“, betont Mattes und bittet „um eine hochherzige Jubiläumsgabe“ in diesem Herbst. „Vielleicht können wir durch einen besonderen Erlös die eine oder andere Hilfe mehr leisten, auf die Menschen in vielerlei Not warten – auch in unserem Bistum Eichstätt.“
Für Babys, psychisch Kranke, Hilfesuchende am Bahnhof und gegen Altersarmut
Wie in den vergangenen Jahren bleiben laut der Caritas 40 Prozent des Gesamterlöses in den Pfarreien für deren soziale Hilfen, 60 Prozent gehen an den Verband. Von diesen Einnahmen sind zum Beispiel 15.000 Euro vorgesehen, um Baby-Erstausstattungen wie Wäsche, Kinderbetten und –wägen anzuschaffen. Diese Waren werden der Caritas zufolge in Kleiderkammern weniger gespendet und sollen deshalb zugekauft werden. Zuschüsse aus den Sammlungsmitteln sind auch für den Unterhalt der Eichstätter Tagesstätte Lichtblick mit 20.000 Euro und die Bahnhofsmission Ingolstadt mit 12.000 Euro vorgesehen. Im „Lichtblick“ können so Menschen mit seelischen Problemen und Erkrankungen sinnvoll ihren Tag gestalten. Die Bahnhofsmission kann mit der Unterstützung auch weiterhin Hilfen für Reisende am Bahnsteig leisten und eine Anlaufstelle für „gestrandete und gescheiterte Menschen“ sein.
In Gunzenhausen hat die Stadt mit der Caritas-Kreisstelle Weißenburg ein Kooperationsprojekt „Hand in Hand gegen Altersarmut“ aufgebaut. Für betroffene Menschen über 60 Jahre wird zweimal wöchentlich im Burkhard-von-Seckendorff-Heim ein warmes Mittagessen für einen symbolischen Beitrag von einem Euro angeboten. Dabei werden die Begünstigten durch eine Seniorenberaterin der Caritas betreut. Diese und andere Fachkräfte beraten Betroffene darüber, wie sie ihr Existenzminium sicherstellen und Wohn- oder Schuldenprobleme angegangen werden können. Sie helfen bei sozialrechtlichen und lebenspraktischen Fragen ebenso wie bei Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Dafür wurde in der Caritas-Außenstelle Gunzenhausen ein Senioren-Servicebüro eingerichtet. 13.000 Euro sollen in Personal- und Sachkosten für das Projekt fließen.