Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 08.03.2017

Caritas-Suchtambulanz über "Legal Highs" im Fernsehen

Sozialpädagogin und frühere Konsumentin am 14. März im Bayerischen Rundfunk

Über ihre Erfahrungen zum Thema „Legal Highs “ berichtet die Caritas-Suchtambulanz Ingolstadt in einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks. Dieser wird am Dienstag, 14. März 2017 um 19.00 Uhr in der Fernsehsendung „Gesundheit!“ ausgestrahlt. Darin informieren unter anderen die für die Suchtambulanz arbeitende Sozialpädagogin Sandra Stenner und eine ehemalige Konsumentin über Gefahren sowie Hilfen und Therapien. „Legal Highs “ sind chemisch hergestellte Mittel, die als sogenannte "Kräutermischungen" oder "Badesalze" über Online-Shops im Internet bestellbar sind.

Diese neuen psychoaktiven Substanzen stellten bislang eine vermeintlich legale Alternative zu den bekannten illegalen Drogen dar. Ihr Konsum birgt allerdings aufgrund seiner oftmals nicht gekennzeichneten Inhaltsstoffe und der daraus resultierenden nicht abschätzbaren Wirkung ein unkalkulierbares Gesundheitsrisiko. Im Zusammenhang mit dem Konsum kam es bereits zu teilweise schweren, mitunter lebensgefährlichen Vergiftungen. Einige Konsumenten berichten zum Beispiel von Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen und Panikattacken.

Aufgrund des kaum kontrollierbaren Online-Handels und der unübersichtlichen Vielzahl an neuen psychoaktiven Wirkstoffen war es der Drogengesetzgebung bislang kaum möglich, schnell genug auf das Problem zu reagieren. Kaum wurde ein Wirkstoff nach dem Betäubungsmittelgesetz verboten, tauchte schon nach kurzer Zeit ein neuer Wirkstoff am Drogenmarkt auf. Hintergrund für den Fernsehbeitrag ist unter anderem auch das im November 2016 in Kraft getretene Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz ( NpSG ), mit dem die Verbreitung dieser Stoffe bekämpft werden soll. In diesem werden nun komplette Stoffgruppen verboten. Polizei und Justiz erhoffen sich dadurch, die zuvor schwierige Strafverfolgung und den vermehrten Konsum dieser Substanzen verringern zu können.

 

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