Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 23.01.2020

Gimpl übergibt an Hausleider

Wechsel in der Leitung des Caritas-Seniorenheimes St. Josef in Nürnberg-Langwasser

27.01.2020

28 Jahre lang hat Günther Gimpl in Nürnberg-Langwasser das Seniorenheim der Caritas geleitet. Am 1. Februar tritt er seinen Ruhestand an. 28 Jahre alt ist sein Nachfolger: Philip Hausleider aus Weißenburg. Er hat bereits mehrere Monate an Gimpls Seite mitgearbeitet. Bei einer Feier im Seniorenheim St. Josef wurde der Wechsel offiziell vollzogen.

„Nahe am Menschen sein“, „immer den Blick auf den Bewohner gerichtet“, „Mensch vor Papier“ – Aussagen dieser Art über Gimpl zogen sich wie ein roter Faden durch die Reden zum Abschied des Oberpfälzer Heimleiters. Bereits beim Gottesdienst würdigte Caritaspräses Alfred Rottler , dass   Gimpl den Seelsorgestil Jesu, den Menschen in die Mitte zu stellen, zu seinem beruflichen Leitgedanken gemacht und täglich mit Leben erfüllt habe. Pflegedienstleiterin Susanne Faltermeier, die für die Mitarbeiter sprach, bestätigte das: „Seine Türe war immer offen.“ Gimpl habe jeden Menschen mit gleichem Respekt behandelt und die Liebe zu den Menschen gelebt. Bewohner und Mitarbeiter, Angehörige und Ehrenamtliche – jeden einzelnen von ihnen habe er ernst genommen und ihm Vertrauen geschenkt, weshalb auch er selbst allseits hohe Wertschätzung genieße. In launigen Worten schilderte sie auch kleine Schwächen und Eigenheiten ihres „guten und verlässlichen“ Chefs.

Die Abteilungsleiterin für Pflege und Wohnen beim Caritasverband Eichstätt, Hedwig Kenkel , verwies auf die zahlreichen gesetzlichen, baulichen und konzeptionellen Veränderungen, die Gimpl während seiner Amtszeit zu bewältigen hatte. Nach dem Abzug der Niederbronner Schwestern 2017 sei ihm die Weiterführung einer guten Seelsorge im Haus sehr am Herzen gelegen. Gimpls Zusammenarbeit mit dem ambulanten Hospizdienst nannte Kenkel einmalig im Caritasverband. Voll des Lobes über den scheidenden Heimleiter war auch Caritasdirektor Alfred Frank. Er bescheinigte ihm, die Einrichtung   stets vorbildlich geführt zu haben, und bedankte sich mit einer modernen Holzskulptur eines beschützenden Engels.

Große Anerkennung gab es auch von kirchlicher Seite. Der katholische Pfarrer Stephan Müller würdigte Gimpls gutes Gespür für den seelsorglichen Auftrag einer kirchlichen Sozialeinrichtung: Das Seniorenheim St. Josef sei ein Aushängeschild für ein gutes Leben in der letzten Lebensphase. Pfarrer Jörg Gunsenheimer von der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirche in Langwasser bezeichnete Gimpl als echten Katholiken und großen Förderer ökumenischer Zusammenarbeit. Für die Heimbewohner bedankte sich Inge Wenzel für die stets gute Zusammenarbeit.

„Wegen der Gottebenbildlichkeit sind für mich alle Menschen gleich“ bekannte der Heimleiter in seiner Dankesrede. Das Motto zum 100-jährigen Bestehen des Caritasverbandes Eichstätt „Ohne Liebe ist alles nichts.“ bringe seine Lebenseinstellung gut zum Ausdruck. Mit herzlichen Worten bedankte er sich bei allen Personen und Institutionen, die ihn beruflich gut und lange begleitet hätten. Kaum mehr zu zählen waren die Blumensträuße, die Gimpl an seine engsten Mitarbeiter verteilte. Ein Strauß ging auch an den ökumenischen Flötenkreis Langwasser, der Gottesdienst und Festveranstaltung musikalisch gestaltet hatte.

Der neuen Heimleiter Philip Hausleider wurde allseits mit guten Wünschen für seine neue Aufgabe bedacht. Caritasdirektor Frank zollte ihm Respekt für seine Bereitschaft, in so jungen Jahren die Verantwortung für das größte Altenheim des Verbandes mit 143 Plätzen zu übernehmen. Den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit hinzubekommen nannte Hedwig Kenkel eine große Herausforderung für Hausleider .

Der Nachfolger Gimpls ist gelernter Heilerziehungspfleger und steht vor dem Abschluss seines Masterstudiums zum Wirtschaftswissenschaftler für das Sozial- und Gesundheitsweisen. Bereits seit zwei Jahren ist er beim Caritasverband Eichstätt als Trainee im Bereich der Altenpflege tätig. In Zeiten des Fachkraftmangels sieht Hausleider nach eigenen Worten seine größte Aufgabe in der Gewinnung und Bindung von Personal. Es sei ihm ein persönliches Anliegen, dass der Pflegeberuf und die Pflegeausbildung wieder an Stellenwert in der Gesellschaft gewinnen. Im Seniorenheim St. Josef habe für ihn eine gute Versorgung der Menschen oberste Priorität. Ferner sei es ihm wichtig, den positiven Geist des Hauses auch zukünftig zu erhalten.