Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 19.05.2020

Wie wird Qualität in der Kita gelebt?

Caritas und Bischöfliches Ordinariat starten mehrjähriges neues Projekt

Selbstkritisch auf die eigene Arbeit schauen und dabei die Qualitätsstandards erhöhen: Dabei soll den Kindertagesstätten im Bistum Eichstätt ein Projekt des diözesanen Caritasverbands in Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Ordinariat Eichstätt helfen. Maß genommen wird bei dem Projekt, das in den nächsten Wochen starten soll, am sogenannten Qualitätsbrief des Verbands katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) in Freiburg, der die Grundlage für Qualitätsentwicklung in katholischen Kindertagesstätten ist. Das hat die Leiterin des Referats Kindertageseinrichtungen beim Caritasverband und Projektleiterin, Isabelle Bier, mitgeteilt.

Der Qualitätsbrief dokumentiert als bundesweites Gütesiegel die fundierte und wertvolle Arbeit der Einrichtungen und soll ihnen Wertschätzung und Anerkennung zukommen lassen. Zunächst wolle man mit 30 Einrichtungen starten, erklärt Isabelle Bier. Der Zeitplan, der die besonderen Umstände berücksichtigt, die aus der Covid-19-Pandemie resultieren, sieht nach der Erstellung eines „Bistumsrahmenhandbuchs“ eine Auftaktveranstaltung vor. Im Januar 2021 soll die Ausbildung sogenannter Projektmoderatoren beginnen, im März die Schulung interner Qualitätsbeauftragter.

Ab Mitte des kommenden Jahres wird das Projekt dann in den angemeldeten Einrichtungen umgesetzt. Ziel ist es, ein Praxishandbuch für jede Kita zu erstellen, das gemeinsam entwickelte Qualitätsbereiche benennt. Die Grundfrage lautet laut der Projektleiterin: „Wie wird Qualität in der Kita gelebt? Wie geschieht dies konkret in den sechs Qualitätsbereichen Kinder, Eltern, pastoraler Raum, Glaube, Träger und Leitung sowie Personal?“

Regionalgruppen sollen die Arbeit unterstützend begleiten. Am Ende des Projekts, das 2023 vorgesehen ist, sollen diese in den jeweiligen Kitas „implementiert“ werden, also die pädagogische Arbeit im Alltag nachhaltig erleichtern. Nach Auswertung des gesamten Ablaufs und der Ergebnisse könnten, so der Plan, „weitere Projekte folgen, um sukzessive alle Kitas zu beteiligen“. Voraussetzung für eine gelingende Teilnahme sei die Übernahme von Verantwortung durch den Träger, bekräftigt Bier, empfehlenswert sei darüber hinaus eine „pastorale Begleitung“.

 

Michael Heberling

 

Kontakt: isabelle.bier@caritas-eichstaett.de

 

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