
436.000 Euro sind im Jahr 2025 von der Bevölkerung des Bistums Eichstätt an Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas in Freiburg, gespendet worden. Dies geht aus einer Statistik dieses Werkes hervor, die dem Caritasverband für die Diözese Eichstätt vorliegt. Die meisten Hilfsgelder wurden danach mit gut 200.000 Euro zweckungebunden überwiesen. Diese Spenden setzt Caritas international dort ein, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Viel Nothilfe geleistet
Was die konkreten Spendenziele angeht, gingen die meisten mit rund 49.000 Euro an die Opfer des Krieges in der Ukraine. Trotz der anhaltenden Gefahr leisten dort Mitarbeitende und Freiwillige der Caritas Tag für Tag Hilfe - oft unter schwierigsten Bedingungen. Caritas international arbeitet gemeinsam mit den Caritas-Organisationen in der Ukraine und den Nachbarländern, um Menschen in Not zu unterstützen. Die Hilfe umfasst nach Mitteilung des Hilfswerkes Notunterkünfte, Lebensmittel, sauberes Wasser, medizinische Versorgung und psychosoziale Begleitung für traumatisierte Menschen. Zugleich begleitet die Caritas Familien beim Wiederaufbau und schafft Perspektiven für ein Leben in Würde. "Die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine bleibt - so lange, wie sie gebraucht wird", heißt es im Internetauftritt von Caritas international.
33.240 Euro wurden aus dem Bistum Eichstätt für Gaza gespendet. Dort verbessert sich die Lage der Menschen Caritas international zufolge nur langsam. Partnerorganisationen des Hilfswerkes ermöglichen laut diesem der ausgehungerten Bevölkerung den Zugang zu Lebensmitteln, sauberem Wasser, Hygieneartikeln und medizinischer Versorgung.
Über 21.280 Euro gingen von Spendern aus der Diözese Eichstätt an Opfer des Erdbebens in Myanmar im März vergangenen Jahres. Dort hatte die Caritas Myanmar in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen nach dem Beben rasch erste Hilfsmaßnahmen für die betroffene Bevölkerung gestartet. Die Menschen benötigten laut Caritas international insbesondere dringend den Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung, Nahrungsmitteln und sicheren Notunterkünften.
Staatliche Unterstützung gekürzt
Caritas international half nach eigenen Angaben im Jahr 2025 weltweit mit 88,6 Millionen Euro in fast 600 Hilfsprojekten in 67 Ländern. Private Spenderinnen und Spender steuerten laut dem Hilfswerk 39,9 Millionen Euro bei, fast so viel wie im Vorjahr mit 40,1 Millionen. Knapp neun Millionen Euro stammten Caritas international zufolge unter anderem aus Mitteln der Europäischen Union sowie kirchlichen Zuschüssen. Deutlich gesunken seien die Mittel des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Hilfen von Caritas international: von 50,5 Millionen Euro auf 39,8 Millionen, heißt es in einer Pressemitteilung des Hilfswerkes. Aufgrund des Rückgangs der staatlichen Fördermittel habe dieses seine Unterstützung für 436.000 Menschen einstellen müssen. Der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, sieht daher zwei unterschiedliche Entwicklungen: "Auf der einen Seite erleben wir eine beeindruckende Solidarität der Menschen in Deutschland. Auf der anderen Seite kürzt der Staat seine Unterstützung ausgerechnet in einer Zeit, in der humanitäre Hilfe dringlicher und gefährlicher wird."
Informationen über die Arbeit von Caritas international gibt es im Internet unter www.caritas-international.de. Spenden können überwiesen werden auf das Konto des Hilfswerkes bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, BIC: BFSWDE33XXX. Das kann auch zweckungebunden erfolgen.