Die Leiterin des Caritas-Frauenhauses, Andrea Schlicht, bedankte sich beim Augsburger Kammerchor für dessen Benefizkonzert zugunsten ihrer Einrichtung. Foto: Caritas / Peter Esser
"Wir machen eine total wichtige Arbeit. Durch dieses Konzert erfahren wir eine ganz große Wertschätzung. Das ist gelebte Solidarität." Mit diesen Worten hat sich die Leiterin des Caritas-Frauenhauses Ingolstadt, Andrea Schlicht, am Mittwochabend beim Augsburger Kammerchor bedankt. Dieser entfaltete in einem stimmungsvollen Ambiente im Holzersaal an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Eichstätt ein mitreißendes musikalisches Programm. Rund 40 Zuhörerinnen und Zuhörer waren zu dem Benefizkonzert für das Frauenhaus gekommen, das unter dem Motto "Kein Mensch ohne Stimme - gemeinsam für den Schutz von Frauen" stand.
Der aus knapp 20 Hobbysängerinnen und -sängern bestehende Chor sang verschiedenste Lieder aus seinem Repertoire: unter anderem von Billy Joel, Neil Young,und Roger Whittaker. Abwechslung und Gelegenheit zum Innehalten boten zwischen den Musikstücken meditative Texte, welche Angelika Ruf - die Ehefrau eines Sängers - vortrug. "Heute singen wir für die Frauen, denen es gelungen ist, aus einer Gewaltbeziehung zu entfliehen", sagte Ruf. Sie gab aber auch anderen Frauen eine Stimme, die für ihre Rechte gekämpft haben. Höhepunkt des Konzertes war, als am Ende alle Menschen im Holzersaal gemeinsam die südafrikanische Nationalhymne "Nkosi Sikelel iAfrica" sangen.
Das Caritas-Frauenhaus in Ingolstadt ist eine Schutzeinrichtung für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt bedroht oder dieser akut ausgesetzt sind. Es bietet Schutz und Unterkunft, Beratung bei häuslicher Gewalt - persönlich, telefonisch und digital -, Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu Ämtern, Behörden sowie anderen Stellen und Unterstützung beim Aufbau eines eigenständigen und gewaltfreien Lebens.
In einem stimmungsvollen Ambiente im Holzersaal der Katholischen Universität in Eichstätt boten die Sängerinnen und Sänger zahlreiche Lieder dar. Foto: Caritas / Peter Esser