Mit Freude und Stolz präsentierten die Verantwortlichen der ausgezeichneten Kitas ihre KTK-Qualitätsbriefe. Foto: Caritas / Peter Esser
"Gemeinsam Qualität feiern": Unter diesem Motto und zu diesem Anlass sind am Dienstagnachmittag im Bildungshaus Schloss Hirschberg Verantwortliche der Diözese und des Diözesan-Caritasverbandes Eichstätt sowie die Leitungspersonen und internen Qualitätsbeauftragten von mehreren katholischen Kindertageseinrichtungen der Katholischen KiTas Franken gGmbH sowie der Katholischen KiTas Oberpfalz gGmbH zusammenbekommen. Dabei erhielten 27 Einrichtungen den Qualitätsbrief des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder - KTK Bundesverband e.V. Diese Kitas haben ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und richten ihre Arbeit an festgelegten Qualitätsstandards aus. Anhand dieser bewältigen sie Anliegen, die früher eher im persönlichen Ermessen der Verantwortlichen lagen: zum Beispiel zu Fragen wie "Wie werden Kinder in Kindertageseinrichtungen beteiligt?", "Wie findet dort die Eingewöhnung statt?" "Und wie werden Elterngespräche geführt?"
Wie ein Baum mit starken Wurzeln
Diözesanadministrator und Caritaspräses Alfred Rottler verglich die christlichen Werte in den katholischen Kitas mit den starken Wurzeln eines Apfelbaums.
Foto: Caritas / Peter Esser
"Es gibt etwas zu feiern. Sie haben eine lange Wegstrecke hinter sich. Sie haben das nicht für sich getan, sondern für die Kinder und Eltern sowie auch für das katholische Profil der Einrichtungen, denn unsere Kitas sind Orte der Kirche", sagte Diözesanadministrator und Caritaspräses Alfred Rottler in einer Andacht vor rund 50 Beteiligten. In Anlehnung an ein in der Kapelle ausgestelltes Bild mit einem Apfelbaum mit starken Wurzeln meinte Rottler: "Unsere Wurzeln sind das christliche Menschenbild mit seinen christlichen Werten, aber auch die fachlichen Standards, die uns Halt geben und uns tragen." Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren eingeladen, in den Baum Blätter mit eigenen Wünschen oder Gedanken zu kleben. Auf diesen standen zum Beispiel Bemerkungen wie "Christliche Werte als Fundament", "Viel intensive Zeit, das Projekt weiterzuentwickeln" oder "Danke für die Unterstützung in meinem Team".
Bei der anschließenden Feier, die Bernhard Löhlein von der Stabsstelle Kommunikation der Diözese Eichstätt moderierte, sagte Danuta Waldau, Abteilungsleiterin für Kitas und Tagungshäuser im Bischöflichen Ordinariat: "Heute kommen wir zusammen, um einen besonderen Meilenstein zu würdigen: den gemeinsamen Weg der Qualitätsentwicklung in den katholischen Kindertageseinrichtungen in der Diözese Eichstätt. Dieser Weg steht für Engagement, fachliche Weiterentwicklung und das klare Ziel, pädagogische Arbeit bewusst zu stärken und sichtbar zu machen." Es gehe darum, dass gute pädagogische Arbeit nicht nur gelebt, sondern auch reflektiert, nachvollziehbar gemacht und kontinuierlich verbessert werden muss, erklärte Waldau. Dies sei seit der Auftaktveranstaltung zu diesem Projekt im September 2021 geschehen und bleibe ein fortlaufender Prozess. Die Abteilungsleiterin dankte besonders den Kita-Leitungen und dem pädagogischen Personal. "Sie haben diesen Weg mitgetragen, oft zusätzlich zu einem anspruchsvollen Arbeitsalltag." So sei Qualitätsentwicklung nicht abstrakt geblieben, sondern konkret im Alltag der Einrichtungen wirksam geworden.
Mit Wissen und Herzblut
Caritasdirektor Alfred Frank sagte zu den Kita-Engagierten: "Sie alle bringen Ihre Erfahrung, Ihr Wissen und Ihr Herzblut ein - und genau das macht den Unterschied und lässt sich aufgrund des Bistumsrahmenhandbuches und des KTK-Qualitätsbriefes auch qualitativ messen". Nach den Worten Franks sind die katholischen Kindertageseinrichtungen weit mehr als Orte der Betreuung: "Sie sind Lebensräume voller Vertrauen, Wärme und Möglichkeiten. Hier werden Kinder gesehen, gehört und gestärkt. Sie erfahren Schutz, Hilfe und Orientierung, wodurch sie sich zu eigenständigen Persönlichkeiten entwickeln können - mit klaren Werten und einer christlichen Haltung - einer oder der Haltung, die in unserer Gesellschaft dringend gebraucht wird."
Die Fachberaterinnen im Caritas-Kitareferat Stephanie Sattler und Petra Berwerz-Hein sowie die pädagogischen Leiterinnen der KiTas Franken gGmbH, Stefanie Bornowski, und der KiTas Oberpfalz gGmbH, Jana Klug, verglichen den Weg der Kitas mit dem Weg eines Wanderers. "Es war ein Weg, der nicht immer einfach war, manchmal sogar ein bisschen holprig und herausfordernd. Aber auch ein Weg mit anregenden Gesprächen, neuen Perspektiven und einem klaren Ziel vor Augen: die vorhandene Qualität in den Kitas unserer Diözese sichtbar zu machen, die werteorientierte Bildung, Erziehung und Betreuung zu stärken sowie Qualität gezielt weiterzuentwickeln", beschrieb Sattler das, was den Gipfel darstellte. "Und auf ihrem Weg zum KTK-Qualitätsbrief haben die Beteiligten viele kleine und große Schritte gemeinsam mit ihren Trägerverantwortlichen und auch uns gemacht. Es wurden Konzeptionen weiterentwickelt, pädagogische Prozesse reflektiert, Abläufe verändert und strukturiert dargestellt", ergänzte Berwerz-Hein.
Der Gipfel steht Jana Klug zufolge nicht nur für ein Ziel, sondern auch "für das Engagement der Teams, für die Begleitung der Trägerverantwortlichen und Projektmoderatorinnen, die Unterstützung und die Kooperation in den pastoralen Räumen". Laut Stefanie Bornowski zeigt "der Blick von oben" nicht nur das Erreichte, sondern auch, dass pädagogische Arbeit immer ein gemeinsamer Weg bleibe, "der von Reflexion, Dialog und der Bereitschaft lebt, sich immer weiterzuentwickeln."
Glückwünsche an die ausgezeichneten Kitas übermittelten in einem Online-Video der Geschäftsführer des KTK-Bundesverbandes, Pater Christoph Urban Wichmann OP, und Diana Leickert, Referentin für das KTK-Gütesiegel und Qualitätsmanagement. Speziell beim Caritas-Referat Kindertageseinrichtungen bedankten sich für dessen Engagement die Geschäftsführer der KiTas Franken gGmbH, Manuel Leisinger, sowie KiTas Oberpfalz gGmbH, Roland Pachner mit einem Geschenk an Leiterin Isabelle Escher-Bier und ihr ganzes Team.