So sollen die Schule und Turnhalle im Caritas-Kinderdorf Marienstein in Zukunft aussehen. Das obere Bild zeigt die Einrichtung von der Ostseite, das untere vom Westen her. Abbildung: Aichner-Kazzer Architekten, München
Der Bauausschuss der Stadt Eichstätt hat grünes Licht für den Neubau der Schule zur Erziehungshilfe im Caritas-Kinderdorf Marienstein gegeben. Das hat Oberbürgermeister Josef Grienberger der Einrichtung versichert. "Wir freuen uns sehr, dass wir nun den ersten wichtigen Schritt im Rahmen unserer Generalsanierung gehen können", erklärte Kinderdorf-Verwaltungsleiter Florian Fischer erleichtert. Nach dessen Auskunft kosten Abbruch der alten Schule samt seiner Turnhalle, Neubau, eine Interimslösung sowie die Erneuerung der Außenanlagen insgesamt rund 35 Millionen Euro. "Diese werden gemeinsam von der Regierung von Oberbayern und dem Caritasverband für die Diözese Eichstätt gestemmt", informierte der stellvertretende Eichstätter Caritasdirektor, Andreas Steppberger.
Um die Arbeiten in einem Zug durchführen zu können und den Schulbetrieb zu gewährleisten, soll ein Teilabbruch erfolgen. Es ist vorgesehen, in dieser Bauphase eine Containeranlage als Interimslösung aufzustellen. Der Neubau hat drei Geschosse und passt sich der bestehenden Hanglage an. Der nördliche Teil des Gebäudes wird dann entsprechend ein Kellergeschoss sein. Stadtbaumeister Jens Schütte bezeichnete im Bauausschuss die geplante Holzfassade sowie die Freiflächengestaltung als ansprechend.
Die für den Neubau notwendigen Parkplätze werden auf einem neuen Parkplatz östlich der Kinderdorfstraße errichtet. Der bisherige Parkplatz auf dem Gelände der Anlage muss dafür weichen. Somit wird der existierende Schotterparkplatz erhalten und ausgeweitet. Die Arbeiten dafür haben bereits begonnen. Einen zeitlichen Rahmen für die Bauarbeiten gibt es noch nicht. Doch die Rodungsarbeiten sind bereits abgeschlossen. Nach Vorlage der Baugenehmigung soll mit den Ingenieurbauwerken - unter anderem Kanal, Versorgungsleitungen und Regenrückhaltebecken - begonnen werden. Der Teilabriss soll in den Sommerferien stattfinden, ebenso die Errichtung der Interimsmaßnahme. Anschließend beginnt der Neubau der Schule und Turnhalle. Dieser ist nur ein erster Bauabschnitt. Im Zuge der Generalsanierung sollen auch die Wohngebäude in einem weiteren Schritt erneuert werden.