Die Kirche im Caritas-Kinderdorf Marienstein wurde wegen schwerwiegender statischer Mängel gesperrt. Foto: Caritas/Valentin Nowak
Am 15. Januar 2026 haben die Leiterin des Kinderdorfs Marienstein, Brigitte Radelijic-Jakic, und ihr Verwaltungsleiter Florian Fischer ein sofortiges Betretungsverbot für die Kirche im Kinderdorf ausgesprochen.
Im Rahmen einer Bauwerksprüfung wurde festgestellt, dass sich am Dachgebälk der Kirche Leimfugen geöffnet haben. Eine Analyse ergab, dass ein Harnstoff-(UF)-Klebstoff verwendet wurde, der bei Feuchtigkeit seine Haftkraft verliert. Deshalb ist dieses Material seit 2006 nicht mehr für die Verklebung tragender Holzbauteile zugelassen. Da ein Versagen der Holzkonstruktion schlagartig auftreten kann, wurde ein sofortiges Betretungsverbot ausgesprochen.
Im Moment wird geklärt, ob das Dachgebälk der Kirche saniert werden kann und welche Kosten für eine Sanierung entstehen. Da das Kinderdorf Marienstein mit seiner gesamten Infrastruktur vor einer Generalsanierung steht, müssen die Kosten gut bedacht und abgewogen werden.
Die Kirche im Kinderdorf Marienstein wird bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Es können deshalb auch keine öffentlichen Gottesdienste mehr im Kinderdorf stattfinden.