Die Caritas-Mitarbeiterinnen Sarah Strasser (links) und Elke Rager hoffen darauf, dass sich auch dieses Jahr wieder viele Menschen für einen Freiwilligendienst bei ihnen bewerben. Foto: Marlene Kasan/Caritas
Ob im Ruhestand, um sich noch gebraucht zu fühlen oder in jungen Jahren zur Berufsorientierung oder zur Überbrückung bis zu einem Studium: Freiwilligendienste bei der Caritas sind offen für Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe und bieten fast jedem Interessierten die Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren und ein Teil von Engagierten in der Gesellschaft zu werden. Rund 50 Plätze bieten katholisch-soziale Einrichtungen im Bistum Eichstätt in diesem Jahr im Bundesfreiwilligendienst (BFD) an, für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) gibt es derzeit 37 Plätze: Das hat Sarah Strasser, Koordinatorin für Freiwilligendienste im Caritasbereich, mitgeteilt. Sie leitet beim Diözesan-Caritasverband den Bundesfreiwilligendienst. Die pädagogische Begleitung der "Bufdis" übernimmt Elke Rager.
44 Einsatzstellen im BFD und 15 für das FSJ
Für den Bundesfreiwilligendienst hat der Caritasverband für Interessierte ein Kontingent von rund 50 Plätzen. Sie können sich in derzeit 44 Einsatzstellen bewerben. Der Beginn des BFD ist in jedem Monat möglich. Er dauert zwischen 6 und 18 Monaten und kann in Voll- oder Teilzeit geleistet werden. Engagements vielfältiger Art bieten sich in vielen Bereichen. Der BFD eröffnet die Möglichkeit, soziale und persönliche Kompetenzen zu erwerben, und öffnet Türen zu neuen beruflichen Möglichkeiten - auch für benachteiligte Jugendliche.
Platzangebote gibt es in diesem Jahr in 16 Caritas-Seniorenheimen: Abenberg, Berching, Deining, Denkendorf, Dietfurt, Eichstätt, Freystadt, Gaimersheim, Greding, Heilsbronn, Ingolstadt, Ingolstadt-Gerolfing, Nürnberg-Altenfurt, Schwabach, Spalt und Weißenburg. Ferner bieten vier Einrichtungen für Menschen mit Behinderung Stellen an: im Caritas-Zentrum St. Vinzenz Ingolstadt sowie bei Regens Wagner Absberg, Lauterhofen und Zell. Hinzu kommen Gelegenheiten für den BFD in der Caritas-Sozialstation Neumarkt.
Weitere Plätze werden in den Caritas-Kreisstellen Eichstätt, Ingolstadt und Weißenburg sowie im Caritas-Kinderdorf Marienstein, in den Caritas-Wohnheimen und Werkstätten Ingolstadt, im Kinderhaus Marienheim Ingolstadt, im Kloster St. Josef in Neumarkt, in der Kita Schernfeld, im Kinder- und Jugendtreff Pius des Sozialdienstes katholischer Frauen Ingolstadt und in der Benediktinerabtei Plankstetten angeboten. Auf der Homepage des Caritasverbandes gibt es unter www.caritas-eichstaett.de/bfd eine Übersicht zu den einzelnen Platzangeboten.
Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr bieten 15 Einrichtungen an, darunter das Klinikum Ingolstadt, Regens Wagner Hohenwart und Zell, die Ameos Klinik in Neuburg, das Altenheim St. Alfons in Neumarkt sowie Kindergärten, Heilpädagogische Tagesstätten, Schulen, Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und Werkstätten.
Viele Menschen aus anderen Ländern engagiert
Nach Mitteilung von Sarah Strasser kommen von derzeit 53 Bundesfreiwilligendienstleistenden 32 aus dem Ausland. Aupairs, die bereits in Deutschland sind, und Bewerber aus anderen Ländern (Incomer) jeden Alters suchen neue Möglichkeiten. Gute Sprachkenntnisse sind hier Voraussetzung. Einzelne suchen auch eine Bleibeperspektive und gehen nach dem Freiwilligenjahr in eine Ausbildung. Ob jung oder alt - auch Rentner erfreuen sich an diversen Tätigkeiten im BFD, zum Beispiel in der Verwaltung oder im handwerklichen Bereich.
Pädagogische Begleitung wichtig
Im Bundesfreiwilligendienst spielt die pädagogische Begleitung eine entscheidende Rolle: Sie schafft Lern- und Entwicklungsräume, in denen Freiwillige ihre Fähigkeiten erweitern und ihre Persönlichkeit stärken können. Seminare, fachliche Anleitung und individuelle Gespräche unterstützen sie dabei, Erfahrungen zu reflektieren, Verantwortung zu übernehmen und sich beruflich zu orientieren. "Wer sich engagiert, gestaltet Gesellschaft mit - unsere Aufgabe ist es, diesen Weg professionell zu begleiten und zu stärken.", erläutert Sarah Strasser.
Für die persönliche Betreuung der Freiwilligen ist Elke Rager zuständig. Sie besucht die Einsatzstellen regelmäßig und bietet bei Bedarf lösungsorientierte Unterstützung an. Während des gesamten Dienstes stehen pädagogische Fachkräfte den Freiwilligen zur Seite und übernehmen zugleich eine vermittelnde Funktion zwischen ihnen und den Einsatzstellen.
Interessierte können sich an Sarah Strasser persönlich wenden. Für Auskünfte steht sie telefonisch unter 0 84 21 / 50 975 zur Verfügung oder per E-Mail an freiwilligendienste@caritas-eichstaett.de. Da Plätze fortlaufend vergeben werden, empfiehlt Strasser Interessierten, sich frühzeitig zu bewerben. Über die Betreuungs- und Bildungsmöglichkeiten im BFD kann man sich bei Elke Rager unter 0 84 21 / 50 944 erkundigen.
Über das FSJ informiert speziell Miriam Malzacher vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) unter 0 89 / 53 29 31-30 oder über fsj@bdkj-bayern.de, ebenso die Internetseite www.bdkj-bayern.de/fsj.
Interessierte an Freiwilligendiensten können sich auch direkt an die Einrichtungen wenden.