Gemeinsam mit dem stellvertretenden Caritasdirektor Andreas Steppberger werben die Mitarbeiterinnen des Caritasreferates Kindertageseinrichtungen für ihr Fortbildungsangebot 2027. Foto: Dr. Andrea von Eberstein / Caritas
Neue Wege geht der Caritasverband für die Diözese Eichstätt bei der Bewerbung seines Fortbildungsangebotes für Kindertageseinrichtungen im Jahr 2027. Das bisherige Fortbildungsheft des zuständigen Referates Kindertageseinrichtungen ist durch das moderne und kompakte Informationsformat eines aufklappbaren Leporellos abgelöst worden. Mittels eines QR Codes auf dem Leporello kommt man einfach auf eine neu gestaltete Homepage für die Fortbildungen unter www.kita-fortbildung-ei.de.
In dem Leporello wird kurz und bündig über Veranstaltungen in elf Rubriken informiert. Die Rubriken lauten Fortbildungsreihen, Leitung, Profession und Haltung, Achtsamkeit und Selbstfürsorge, Zusammenarbeit mit Eltern, Pädagogische Praxis, Partizipation und Kinderschutz, Inklusion, Unter Dreijährige, Schulkinder sowie Inhouse-Seminare.
Vielfältiges Programm und einfache Online-Buchung
Der neue Internetauftritt bietet den Interessierten eine übersichtliche und benutzerfreundliche Darstellung, einen schnellen Zugriff auf aktuelle Angebote sowie freie Fortbildungen mit einer einfachen Online-Buchung. Inhaltlich wird erneut ein vielfältiges Programm für unterschiedliche Zielgruppen und Bedarfe angeboten: unter anderem über Partizipation und Kinderschutz, Zusammenarbeit mit Eltern, pädagogische Praxis, Leitung sowie den Umgang mit unter dreijährigen Kindern und Schulkindern. Bewährtes aus bisher sehr nachgefragten Fort- und Weiterbildungsangeboten wechselt sich dabei mit Neuem "am Puls der Zeit" ab.
Zum zweiten Mal angeboten wird zum Beispiel ein Kurs über "Künstliche Intelligenz - Potenziale und Grenzen". Dabei erfahren die Beteiligten "spannende Möglichkeiten, die Arbeit in Kitas effizienter zu gestalten und Fachkräfte zu entlasten", heißt es in der Ausschreibung. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Künstliche Intelligenz (KI) den Kita-Alltag sinnvoll bereichern kann, ohne pädagogische Werte und individuelle Bedürfnisse aus dem Blick zu verlieren. Außerdem gibt es wie bereits in diesem Jahr ein Angebot über Grundlagenwissen bei einer Autismus-Spektrum-Störung. Kitas und Grundschulen betreuen laut der Ausschreibung immer häufiger Kinder mit dieser Diagnose. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten zum Beispiel Antworten auf folgende Fragen: Was ist Autismus und welche sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen kann Autismus haben? Was sind die bisher diskutierten Entstehungsursachen? Was brauchen Kinder mit Autismus in Kita und Schule?
Eine bereits bewährte Weiterbildung ist die "Qualifizierte Leitung", die nun auch wieder für den Zeitraum 2027 bis 2029 angeboten wird. Für ein gutes Sozialmanagement in Tageseinrichtungen für Kinder sind neben der pädagogischen Verantwortung "strategisches Denken, professionelles Führungsverhalten und ein souveräner Umgang mit rechtlichen, organisatorischen und gesellschaftlichen Veränderungen gefragt", wie es in der Ausschreibung heißt. Die Weiterbildung unterstützt die Beteiligten dabei, ihre Führungs- und Managementkompetenzen gezielt weiterzuentwickeln, ihr persönliches Leistungsprofil zu schärfen, Handlungssicherheit durch persönliche und fachliche Kompetenz zu erlangen und den vielfältigen aktuellen sowie zukünftigen Anforderungen des Leitungsalltages mit Sicherheit und Professionalität zu begegnen.
Um auf dem Laufenden zu bleiben, wird ein zweitägiger Kurs "BayKiBiG aktuell" empfohlen. Zum 1. Januar 2027 tritt eine umfassende Novellierung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) in Kraft. Die Reform bringt grundlegende Änderungen für die Praxis, die Finanzierung und die personelle Struktur von Kitas in Bayern mit sich. "Um den Übergang rechtssicher und strukturiert zu gestalten, bereitet diese Fortbildung Sie auf die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen vor und gibt einen Einblick in die veränderte Rechtslage", steht in der Ausschreibung.
Im Kurs "Bildungs- und Wohlfühlräume für Kinder bis drei Jahre" geht es darum, den Raum so zu gestalten, dass er für Selbstbildungsprozesse des Kindes einlädt. "Lernen geschieht über die Sinne: begreifen, verstehen, verinnerlichen, beobachten, mitmachen, nachahmen. Mit dem Körper denken heißt, zuerst kommt das Tun, dann das Denken", heißt es in der Kursvorstellung. Die aufmerksame Anwesenheit der pädagogischen Fachkraft gibt dem Kind Sicherheit und ermöglicht sein ungestörtes Verweilen an den Objekten seines Interesses. "Der Respekt vor der Wirklichkeit des Kindes gibt seinem Tun Bedeutung. In angemessenen Tagesabläufen lernen Kinder das Drehbuch des Alltags."
Präsenz- und Onlinekurse sowie Inhouse-Seminare
Die angebotenen Kurse finden in verschiedenen Formaten statt: in Präsenz- sowie Onlinefortbildungen oder auch in Inhouse-Seminaren, die Kitas passgenaue Lösungen für die unterschiedlichen Einrichtungen und Teams bieten sollen. Nach Mitteilung des Caritas-Referates Kindertageseinrichtungen stehen insgesamt 54 erfahrene Referentinnen und Referenten zur Verfügung.
Kurse können ab sofort unter www.kita-fortbildung-ei.de eingesehen und gebucht werden. Der Leporello "Fortbildung 2027 für Kindertageseinrichtungen" kann kostenfrei bezogen werden beim Caritasverband für die Diözese Eichstätt, Referat Kindertageseinrichtungen, Residenzplatz 14, 85072 Eichstätt oder per Mail an kita-fortbildung@caritas-eichstaett.de. Für Nachfragen steht Josefine Spreng als Ansprechpartnerin unter 08421 50972 zur Verfügung.