Den Normalbürger für
psychische Probleme sensibilisieren: Das ist das Ziel einer Filmreihe, die der
Steuerungsverbund psychische Gesundheit Ingolstadt (SPGI) im Oktober im
Audi-Programmkino anbietet. Dieser Verbund arbeitet eng mit der Caritas
Ingolstadt zusammen. Anlass für drei Filme, die gezeigt werden, ist der Tag der
Seelischen Gesundheit am 10. Oktober. Präsentiert werden die Kinofilme „Lars
und die Frauen“ am 10. Oktober, „Engel des Universums“ am 15. Oktober und
„Candy“ am 20. Oktober.
Im Film „Lars und die
Frauen“ geht es um einen schüchternen Einzelgänger, der sich am liebsten in
seiner kleinen Wohnung verkriecht, bis er überraschend eine Freundin
kennenlernt. Er hält sie für eine bildhübsche Basilianerin, in Wirklichkeit ist
die vermeintliche Frau aber eine lebensgroße
Sexpuppe
.
In dem Film geht es wesentlich darum, wie die Mitmenschen mit dieser Illusion
des Betroffenen umgehen können. „Engel des Universums“ zeigt einen Teenager mit
vielen Talenten, der sich in ein Mädchen aus einer höheren sozialen Schicht
verliebt. Er muss sich jedoch von seiner Liebe auf Drängen von deren Eltern
trennen. Daraufhin driftet er in eine Phantasiewelt ab, die Ärzte
diagnostizieren Schizophrenie. In der Nervenheilanstalt zeigt sich, dass der
talentierte Teenager aber nur einer von vielen „professionellen Verrückten“
ist. Im Film „Candy“ gerät das Leben eines
Künstler-Liebespaares aufgrund der Abhängigkeit von Heroin aus den
Fugen. Eine Schwangerschaft könnte dazu führen, den Teufelskreis zu
durchbrechen, aber es wird deutlich: Zwischen Wollen und Können liegt ein
weiter Weg …
Die Filme beginnen jeweils
um 20 Uhr im Audi-Programmkino im Audi Forum Ingolstadt in der
Ettinger
Straße. Der Eintritt kostet 5 Euro und schließt
Parkgebühren ein – Parkbelege können an der Kasse entwertet werden. Nach den
Filmen findet jeweils eine Diskussion mit Betroffenen und Angehörigen sowie
Fachleuten zur Problematik statt.
Diplom-Pädagoge Heinz Köhler, Mitarbeiter der Caritas-Wohnheime und
Werkstätten und Vorstandsmitglied des SPGI, hält die Filmreihe für eine Chance,
„Vorurteile abzubauen und Verständnis im sozialen Miteinander zu fördern“.