Das Caritas-Seniorenheim St. Elisabeth in Gaimersheim feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Foto: Caritas / Peter Esser
Das Seniorenheim St. Elisabeth in Gaimersheim begeht heuer sein 30-jähriges Jubiläum. Die Einrichtung wird dies am Donnerstag, 16. Juli ab 10 Uhr mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Sommerfest mit ihren Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitenden und geladenen Gästen auf ihrem Gelände in der Ingolstädter Straße 19 in Gaimersheim feiern.
Am 1. Juli 1996 eröffnet
Das Haus wurde vom Markt Gaimersheim errichtet und seit der Eröffnung am 1. Juli 1996 von der Caritas geführt. Seitdem bietet es seine stationären pflegerischen Dienste der Bevölkerung von Gaimersheim und Umgebung an. In den ersten Jahren nach der Eröffnung waren rund zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner pflegebedürftig, also in eine Pflegestufe eingestuft. Ein Drittel war noch rüstig. Diese Konstellation hat sich im Laufe der Zeit kontinuierlich verändert: Mittlerweile sind Menschen, die nicht pflegebedürftig sind, in der Einrichtung eher selten anzutreffen.
Eine große Herausforderung ist der ständig steigende Anteil von Menschen mit Demenz. Dieser Trend war schon bei Eröffnung des Hauses zu erkennen. Von Anfang an hat sich die Einrichtung mit diesem Thema auseinandergesetzt und ihr Betreuungskonzept den veränderten Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst. Für sein integratives Betreuungskonzept für demenzkranke Bewohnerinnen und Bewohner erhielt das Seniorenheim St. Elisabeth im Jahre 2002 gemeinsam mit dem Caritas-Seniorenheim St. Josef in Gerolfing den zweiten Preis beim bayernweiten Wettbewerb "Innovative Projekte in katholischen sozialen Einrichtungen". Beide Einrichtungen wurden seinerzeit von Andreas Rabl geführt.
Damit die Bewohnerinnen und Bewohner schon damals in familienähnlichen Gruppen zusammenleben konnten, wurden Räume umgestaltet, Dienstpläne angepasst, das Personal intensiv geschult und ein systematisches Qualitätsmanagement eingeführt, das auf die Situation der demenzkranken Menschen abgestimmt ist. In der Folge kam es zu einem Rückgang des Verbrauchs an schmerzlindernden Mitteln, weniger Depressionen und Aggressionen sowie zur Bewahrung von selbstständigem Essen, Sprechen und Singen.
Die Marktgemeinde Gaimersheim ermöglichte im Jahr 2005 einen Umbau des Hauses. Dabei wurden zwei neue Wohnküchen von heute insgesamt vier und auch ein neuer Verwaltungstrakt geschaffen. In den Wohnküchen verbringen die Bewohnerinnen und Bewohner tagsüber gemeinsame Zeit in einer vertrauten und wohnlichen Atmosphäre. Sie bieten Raum für Begegnung, gemeinsame Mahlzeiten, Kochen und Backen.
Im Jahr 2010 wurde das Haus um 16 Zimmer und vier zusätzliche Seniorenwohnungen erweitert. Seitdem gibt es auch die KinderWelt, eine öffentlich geförderte Kindertagespflege, direkt neben dem Seniorenheim. Mit dieser pflegt es im Sinne von "Jung und Alt unter einem Dach" einen engen Austausch: Die Kinder kommen regelmäßig zu Besuch zum gemeinsamen Singen, Spielen und Tanzen.
2013 wurde ein Wintergarten angebaut. 2019 erneuerte die Marktgemeinde die gesamte Küche. 2020 wurde ein größerer Personalaufzug mit Sprechanlage für sehbehinderte Menschen anstelle eines zuvor kleineren Aufzuges im Haus eingebaut. Seit dem Jahr 2023 gibt es die Hündin Mila in der Einrichtung. "Seit 2024 ist sie unsere ausgebildete Hospizbegleiterin auf vier Pfoten. Mit ihrer ruhigen, freundlichen Art ist sie sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Mitarbeitenden zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden. Mila schenkt Nähe, Trost und viele kleine Augenblicke der Freude", erklärt die heutige Einrichtungsleiterin Gabriele Metzner.
Rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Derzeit bietet das Caritas-Seniorenheim St. Elisabeth nach eigenen Angaben 46 Einzel- sowie 16 Doppelzimmer und feste Arbeitsplätze für rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese haben teilweise Fachweiterbildungen zu Gerontofachkräften, Wund- und Schmerzexperten, Palliativfachkräften sowie Praxisanleiterinnen und -leitern absolviert. "Darüber hinaus gibt es bei uns drei Hygienebeauftragte, eine Hospizbegleiterin, Praktikantinnen und Praktikanten sowie sechs Ehrenamtliche, die sich wöchentlich engagieren", informiert Gabriele Metzner.