In der Deutschen Bischofskonferenz leitete er hierzu bereits eine Arbeitskommission. Seine Haltung formulierte er unmissverständlich: "Kirche ohne Caritas ist für mich keine Kirche - das ist für mich ganz klar." Der selbstlose Dienst am Menschen gehöre zu den Grundvollzügen kirchlichen Lebens.
Zuhören
Der neu ernannte Bischof Würtz wird von den Eichstättern herzlich begrüßt.Anika Taiber-Groh
Für seine erste Zeit im Bistum kündigte Würtz an, vor allem zuhören zu wollen. "Das ist das Wichtigste, vor allem in der ersten Zeit: Hören, was die Menschen hier bewegt, welche Sehnsüchte und Hoffnungen sie haben, welche Wünsche und vielleicht Enttäuschungen - alles, was zum Leben gehört." Gemeinsam mit den Gläubigen wolle er anschließend Wege suchen, "wie wir gemeinsam das Reich Gottes aufbauen."
Darüber hinaus möchte sich Würtz mit den Ergebnissen der Weltsynode und der Frage beschäftigen, wie die Berufung aller Getauften stärker zur Geltung kommen kann. Dabei interessiere ihn besonders die Weiterentwicklung der Sakramentenkatechese. Auf eine Frage zum Synodalen Weg erklärte der neue Bischof, dass er den Reformprozess von Beginn an begleitet habe. Synodalität verstehe er als Auftrag für die gesamte Kirche. "Von daher ist uns allen aufgegeben - das hat auch Papst Franziskus gesagt - als Kirche synodal unterwegs zu sein."
Theologisch versiert, pastoral erfahren
Bischof Würtz beantwortet die Fragen der PresseAnika Taiber-Groh
An der im Anschluss stattfindenen Pressekonferenz nahmen auch Diözesanadministrator Alfred Rottler und der Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Eichstätt, Christian Gärtner, teil. Rottler zeigte sich erfreut über die Ernennung des neuen Bischofs und betonte dessen fachliche und pastorale Qualitäten. "Ich freue mich riesig, dass wir mit Christian Würtz einen neuen Bischof aus Süddeutschland bekommen haben. Es ist gut, wenn jemand von außerhalb kommt und seine Perspektive hereinbringt. Er ist theologisch versiert, pastoral erfahren", sagte er. Zudem wünsche er dem neuen Bischof ein segensreiches Wirken und ein gutes Ankommen "hier im Herzen Bayerns."
Auch Gärtner begrüßte die Ernennung mit großer Freude. Nach mehr als einem Jahr ohne Bischof sei dies ein wichtiges Signal für das Bistum. "Wir hatten über ein Jahr hier in Eichstätt eine bischofslose Zeit. Umso mehr freue ich mich, dass ein Namensvetter von mir, Christian Würtz, aus dem Erzbistum Freiburg unser neu ernannter Bischof ist", erklärte er. Zugleich sicherte er dem neuen Bischof die Unterstützung der Gläubigen zu und versprach, ihn beim Aufbau des Reiches Gottes "mit allen Kräften, gutem Willen, von ganzem Herzen unterstützen" zu wollen.